Was sollte ein guter Berater leisten?

Eine Wärmepumpe muss zum Wärmebedarf des Gebäudes passen. Entscheidend sind beispielsweise Heizlast, Heizflächen, Vorlauftemperaturen, Aufstellmöglichkeiten und die Eigenschaften der Wärmequelle. Eine Anlage nur deshalb auszuwählen, weil sie besonders attraktiv gefördert wird, wäre technisch falsch.

Wann kann ich eine Förderung empfehlen? Eine Förderung kann ich insbesondere dann empfehlen, wenn die geplante Maßnahme ohnehin sinnvoll ist und die Förderung die Investition wirtschaftlich verbessert.

Das lässt sich anhand von drei Fragen beurteilen:

Ist die technische Lösung sinnvoll?

Die Wärmepumpe muss zum Gebäude und zum Heizsystem passen.

Ist die Maßnahme langfristig wirtschaftlich?

Neben den Investitionskosten sollten auch Stromverbrauch, Wartung, Lebensdauer und mögliche Energiepreisveränderungen berücksichtigt werden.

Sind die Förderbedingungen tatsächlich erfüllt?

Die Förderfähigkeit sollte vor Beginn der relevanten Maßnahmen geprüft und dokumentiert werden.

Wenn diese drei Punkte positiv beantwortet werden können, spricht viel dafür, die Förderung in die Finanzierungsplanung einzubeziehen.

Förderung und Eigenkapital richtig vergleichen

Genau hier zeigt sich der Wert einer professionellen Beratung. Sie unterscheidet zwischen den Gesamtkosten, den förderfähigen Kosten und dem tatsächlich erwartbaren Förderbetrag.

Warum die richtige Reihenfolge entscheidend ist
Bei Förderanträgen kommt es nicht nur auf das „Was“, sondern auch auf das „Wann“ an. Antragstellung, Bewilligung, Beauftragung und Umsetzung können bestimmten Regeln unterliegen. Deshalb sollte ein Eigentümer nicht auf Grundlage einer mündlichen Aussage handeln. Vor der Beauftragung sollten die aktuell geltenden Förderbedingungen geprüft werden.

Gerade weil sich Förderprogramme verändern können, sollte eine Beratung immer auf dem zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Programmstand basieren.

Mein Fazit als Berater

Eine Förderung ist kein Argument für eine bestimmte Wärmepumpe. Sie ist ein Argument für eine wirtschaftlich sinnvolle Wärmepumpenlösung, sofern die technischen Voraussetzungen stimmen.

Ich würde Eigentümern deshalb empfehlen, die Förderung als Bestandteil einer Gesamtplanung zu betrachten. Dazu gehören die technische Auslegung der Wärmepumpe, die Investitionskosten, die erwarteten Betriebskosten, mögliche Eigenstromerzeugung durch Photovoltaik und schließlich die tatsächlich verfügbare Förderung.

Die wichtigste Regel lautet dabei: Erst die Technik planen, dann die Förderung sicher prüfen und erst danach investieren.





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